„Macht euch die Erde untertan!“

5 biblische Gründe, weshalb wir unser heutiges Verhältnis zu unseren Mitgeschöpfen überdenken müssen

„Macht euch die Erde untertan!“ – Bis heute wird die Bibel gerne genutzt, um den Missbrauch an Gottes Schöpfung zu legitimieren. „Macht euch die Erde untertan“ ist dabei ein vielzitierter Vers, der für viele die biblische Grundlage des heutigen ausbeuterischen Umgangs darstellt. Abgesehen davon, dass der sogenannte Herrschaftsauftrag der bis heute am meisten missverstandene Bibelvers ist – weil er in erster Linie einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung meint –, enthält die Bibel eine Vielzahl an Verweisen dahingehend, welches Verhältnis Gott, Mensch und Tier zueinander haben (sollten):

  1. Gott sieht im Garten Eden die schöpfungsfreundlichste Form der Ernährung für den Menschen vor: eine rein pflanzliche!

„Weiter sagte Gott zu den Menschen: »Als Nahrung gebe ich euch die Samen der Pflanzen und die Früchte, die an den Bäumen wachsen, überall auf der ganzen Erde. Den Landtieren aber und den Vögeln und allem, was auf dem Boden kriecht, allen Geschöpfen, die den Lebenshauch in sich tragen, weise ich Gräser und Blätter zur Nahrung zu. So geschah es.“ (Gen 1,29-30)

  1. Die Züchtung von Tieren für die Tierindustrie vernichtet die ursprüngliche gottgegebene Einzigartigkeit der Tiere und verhindert ihr natürliches Verhalten.

Das ist, als würde man sagen: „Lieber Gott, ich glaube, du hast das Huhn nicht ganz richtig gemacht.“

  1. Die Heilige Schrift legt nahe, dass auch Tiere in die Gottesbeziehung aufgenommen wurden. Somit sind wir im Glauben an Gott mit ihnen – als unseren Mitgläubigen – verbunden.

 „Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!“ (Markus 15,16)

„Und alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde, unter der Erde und auf dem Meer, alles, was in der Welt ist, hörte ich sprechen: Ihm, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebühren Lob und Ehre und Herrlichkeit und Kraft in alle Ewigkeit.“ (Offenbarung, 13)

  1. Gott hat den Bund auch mit den Tieren geschlossen.

„Ich schließe meinen Bund mit euch und mit euren Nachkommen und auch mit allen Tieren, die bei euch in der Arche waren und künftig mit euch auf der Erde leben, den Vögeln, den Landtieren und allen kriechenden Tieren. Ich gebe euch die feste Zusage: Ich will das Leben nicht ein zweites Mal vernichten. Die Flut soll nicht noch einmal über die Erde hereinbrechen. Das ist der Bund, den ich für alle Zeiten mit euch und mit allen lebenden Wesen bei euch schließe. Als Zeichen dafür setze ich meinen Bogen4 in die Wolken. Er ist der sichtbare Garant für die Zusage, die ich der Erde mache.“ (Genesis 9,  9-13)

  1. Gottes Liebe gilt nicht nur uns Menschen allein. Er liebt seine gesamte Schöpfung – auch die Tiere!

„Dann sprach Gott: »Die Erde soll Leben hervorbringen: alle Arten von Vieh und wilden Tieren und alles, was auf der Erde kriecht.« So geschah es. Gott machte die wilden Tiere und das Vieh und alles, was auf dem Boden kriecht, alle die verschiedenen Arten. Und Gott sah das alles an: Es war gut.“ (Gen 1, 24-25)

Gott hat uns Menschen die Erde anvertraut, damit wir sie verantwortungsvoll leiten und beschützen. Wenn der Mensch dies als Erlaubnis versteht, die Erde und ihre Geschöpfe für seine Zwecke zu instrumentalisieren, nutzt er Gottes Vertrauen aus!

Eine vegane Lebensweise schützt nicht nur die Tiere, sondern auch die Erde und uns Menschen!

Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen