Tiere gehören in die Freiheit, nicht in den Zirkus!

Papst Franziskus äußert sich in der Öffentlichkeit immer wieder positiv über Zirkusse. Im Rahmen des Jahrs der Barmherzigkeit lud er 7000 Zirkusdarsteller zur Audienz in den Vatikan und lobte sie als Freudenspender. Auch wir finden, dass Zirkusse Spaß und Freude bereiten sollen – aber für alle Lebewesen! Deshalb fordern wir: Tiere gehören nicht in den Zirkus!

Das sagen die Kirchen

Im Katechismus der katholischen Kirche heißt es: „Man darf sie [die Tiere] zähmen, um sie dem Menschen […] in der Freizeit dienstbar zu machen.“ Die katholische Kirche erlaubt somit die Nutzung unserer Mitgeschöpfe zu unserer bloßen Unterhaltung.

Die evangelische Kirche findet die „Haltung von Tieren […] und ihre Dressur oder ihre Verwendung im Zirkus immer noch umstritten. […] es gibt weiter hin [sic!] artwidrige und insofern tierquälerische Haltungen und Dressur.“ Nichtsdestotrotz würden sie „nicht ab[stumpfen], wenn einfühlsame Pfleger und Tierlehrer mit ihnen umgehen.

Doch was für uns Menschen Freude und Heiterkeit ist, bedeutet für die Tiere erbarmungsloser Zwang zu unnatürlichen Darbietungen, lebenslange Einsamkeit, Gefangenschaft in winzigen Transportkäfigen oder -wägen und ein ehrloser Tod.

Zwang zu unnatürlichen Darbietungen

Foto: (c)PETA-D

Die Dressur von Wildtieren im Zirkus basiert stets auf der Ausübung von Gewalt und Zwang. Körperliche Bestrafung und psychischer Druck sind nach wie vor die gängigen „Trainingsmethoden“ für Tiere im Zirkus. Raubkatzen und anderen Tierarten werden häufig sogar die spitzen Eckzähne entfernt. Die Darbietungen, die die Tiere zwangsweise erbringen müssen, sind völlig unnatürlich: Peitschen, Stöcke, Elefantenhaken, enge Halsbänder, Maulkörbe oder sogar Elektroschocker sind die widerlichen Folterwerkzeuge, die immer wieder beweisen, dass die Tiere im Zirkus nur unfreiwillig und unter Zwang agieren.

Mangelhafte Haltungsbedingungen für die Tiere

2012-01-22-Tiger-Circus-Krone-Zoo-Muenchen_DSC7337-c-PETA-DDie „Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen“ formulieren lediglich Mindestanforderungen, doch selbst diese werden oft noch mit stillschweigender Billigung der Amtsveterinäre unterschritten. In den Käfigen, Transportwägen und Zelten müssen die Tiere auf engstem Raum leben – weit entfernt von einem annähernd artgerechten Leben. So werden sie ihrer natürlichen Bedürfnisse beraubt, was zu Schmerzen und Leiden führt: Angeborene Verhaltensweisen wie graben, klettern, schwimmen und sprinten werden permanent unterbunden. Dies hat schwerwiegende Auswirkungen auf den physischen und psychischen Zustand der Tiere.

Ein Leben in Einsamkeit

Tiere im Zirkus werden oft bis zum letzten Atemzug durch die Manege getrieben. Falls sie aber nicht mehr für Vorführungszwecke geeignet sind, werden sie entweder permanent in die Winterquartiere – enge Käfige – verbannt oder an andere Zirkusse oder private Haltungen verkauft. In manchen Ländern werden sie sogar an Jagdfarmen oder gar an Versuchslabore veräußert. Oft gestaltet sich ihr Lebensabend genauso wenig friedlich oder komfortabel wie ihr übriges Leben: eingepfercht, unter Zwang, in Elend.

Seien Sie ein guter Hirte

Als „gute Hirten” ist es unsere Aufgabe, uns wohlwollend und erhaltend um unsere Mitgeschöpfe zu kümmern. Es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten, unsere Freizeit vergnüglich zu gestalten. Viele Zirkusse verzichten bereits auf den Einsatz von Tieren und zeigen, dass ein Zirkusbesuch auch ohne Tiere zum Vergnügen werden kann.

Wenn wir in Zukunft keine Zirkusse mehr besuchen, die nach wie vor Tiere in die Manege zwingen, werden wir unserer Aufgabe als „guter Hirte“ damit ein Stück gerechter.

Was Sie noch tun können

Sie finden die Haltung der Kirche fragwürdig und als Christ haben Sie einen tierfreundlichen Blick auf die Welt? Schreiben Sie an Ihre Kirche! Ihr Pfarrer in der Gemeinde wird Ihre Sichtweise sicherlich mit Interesse lesen und sich darauf basierend Gedanken machen. Je mehr Menschen sich auch in christlicher Hinsicht für Tiere einsetzen, umso mehr Tieren wird geholfen. Jeder Einzelne und seine Entscheidungen zählen! Seien Sie ein Christ für Tiere, geben Sie den Tieren Ihre Stimme.

Mehr  Informationen

Es gibt bereits eine Vielzahl an Ländern, Bundesländern, (Kreis-)Städten und Gemeinden, die diese Missstände nicht dulden und deshalb einen Beschluss zum Verbot der Haltung von Wildtieren in Zirkussen unterzeichnet haben.

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