Töten kann nie ein Fest sein: Veggie-Fest statt Schlachfest!

Tierquälerei aus Tradition? Töten kann nie ein Fest sein: Am 05.02.17 fand in der Evangelischen Kirchengemeinde Schwann-Dennach in Straubenhardt das sogenannte Schlachtfest statt. Gerade in ländlichen Gegenden Deutschlands haben die sogenannten Schlachtfeste eine lange Tradition.

Christen für Tiere schlug der Gemeinde und dem verantwortlichen Pfarrer ein neues Konzept im Sinne des Tierschutzes, der Nachhaltigkeit und einer gesunden rein pflanzlichen Ernährung vor: Feiert Schwann im nächsten Jahr ein Veggie-Fest unter dem Motto „Tiere achten, statt schlachten“, spendieren die Tierrechtsorganisationen 500 vegane Würstchen und unterstützt die Gemeinde außerdem mit zahlreichen tierfreundlichen veganen Rezeptvorschlägen.

Keine Tradition rechtfertigt Tierquälerei!

Als Vertreterin des Glaubens kann die Kirche maßgeblich zur Wahrnehmung der Tiere als unsere Mitgeschöpfe beitragen und in dieser Konsequenz einen Bewusstseinswandel erreichen. Gott hat die Tiere nicht nach „Klassen“ unterteilt – und schon gar nicht nach der Art und Weise, wie der Mensch sie gebrauchen soll. Hund, Katze, Huhn, Schwein, Fisch oder Pferd: Sie alle haben ihren eigenen Wert. Hier muss angesetzt und beispielsweise in einem ersten Schritt mit alten Traditionen gebrochen werden, denn der Konsum von Fleisch und tierischen Produkten setzt immer Leid und Tod voraus. Dabei können alle Feste auch ohne den Konsum vom Fleisch und tierischen Produkten begangen werden. Und genau genommen ist es doch viel schöner, ein Fest zu feiern, für das kein fühlendes Lebewesen getötet werden musste!

Schweinezucht im Landkreis Göppingen.

Warum vegan? Darum!

Mit einem tierleidfreien, rein pflanzlichen Verpflegungskonzept könnte die Gemeinde aus Schwann ein klares Zeichen für einen Wertewandel hin zu mehr Mitgefühl für alle Lebewesen setzen. Ein Kirchenfest mit einer großen Vielfalt pflanzlicher Köstlichkeiten wäre zudem nachhaltiger und umweltfreundlicher: Einem Bericht der Welternährungsorganisation (FAO) von 2006 zufolge gilt die Tierwirtschaft als Hauptverursacher der Umweltprobleme unserer Zeit (1). Das UN-Umweltprogramm 2010 bestätigte, dass ein globaler Wandel hin zu einer veganen Ernährung notwendig ist, um den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels entgegenzutreten (2). Auch das deutsche Landwirtschaftsministerium (BMEL) stellt dar, dass eine pflanzliche Ernährung über 40 Prozent der Treibhausgasemissionen einsparen könnte (3).

Der tägliche Wahnsinn im Schlachthaus

Allein in deutschen Schlachthäusern werden jedes Jahr über 800 Millionen fühlende Lebewesen für die Fleischproduktion getötet. Diese Tiere haben meist ein entbehrungsreiches Leben und stressvolle Transporte hinter sich, bevor sie qualvoll sterben – denn keine Betäubungsmethode ist schmerz- und stressfrei für das Tier. Aufgrund von Fehlbetäubungen werden Rinder, Schweine und Hühner häufig bei teilweise vollem Bewusstsein getötet. Laut Angaben der Bundesregierung sind je nach Betäubungsart 3,3 bis 12,5 Prozent der Schweine und vier bis über neun Prozent der Rinder nicht ausreichend betäubt, wenn Arbeiter sie an einem Bein aufhängen und ihnen kopfüber die Kehle durchtrennen. In absoluten Zahlen sind dies jährlich weit über 300.000 Rinder und bis zu 7,5 Millionen Schweine – die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich weitaus höher. Für Hühner und Puten wurde noch keine Fehlbetäubungsrate ermittelt, was unter anderem damit zusammenhängen könnte, dass diese Tiere im Schlachthof nur in Tonnen und nicht als einzelne Individuen angegeben werden.

Seien auch Sie ein Christ für Tiere und entscheiden Sie sich für ein tierfreundliches Leben. Wir helfen Ihnen dabei mit dem kostenfreien Veganstart-Programm.

Quellen:
(1) Food and Agriculture Organization (2006): Lifestock’s Long Shadow: Environmental Issues and Options. United Nations (UN).
(2) United Nations Environment Programme (2010): Assessing the Environmental Impacts of Consumption and Production. Priority Products and Materials.
(3) BMELV (2008): Bericht des BMELV für einen aktiven Klimaschutz der Agrar-, Forst- und Ernährungswirtschaft und zur Anpassung der Agrar- und Forstwirtschaft an den Klimawandel. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

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